Freitag, 27. August 2010

Hundespaziergang mit sehr traurigem Ende

Mit einem Wort "Wow". Es war seit langem mal wieder ein Treffen von einigen unserer "Hundefreunde". Einen Spaziergang hatten wir geplant. Mit ein paar Hunden.
Wir waren 8 Personen und sage und schreibe 19 Hunde.
Ein faszinierendes Erlebnis kann ich nur sagen. Und alle 19 haben sich verstanden bzw. akzeptiert und es gab keinen Streit und keine Beißerei.

6 Border Collies, 1 Belgier und 1 Deutscher Schäfer, 1 Collie und 10 Mischlinge vorwiegend mit Border Anteil.
Eine sehr lustige Mischung. Von 8 Monaten bis 8 Jahre war altersmäßig alles dabei.
Und dann mit so einer Truppe eine große Runde zu drehen ist schon echt klasse.

Vor allen Dingen die Jogger, die sich artig bedanken weil sie nicht gefressen werden, oder die Fahrradfahrer, die ohne Sturz und Hundesabber im Gesicht (oder am Gesäß) vorbei gekommen sind. Alle Hunde waren sauber unter Kontrolle. Ich habe echt immer wieder gestaunt.

Oder die Hundebesitzer, die sich schnell einen anderen Weg suchen um so einer Meute nicht in die Quere zu kommen (Weicheier). Seeehr lustig. Staunende Blicke aber auch teilweise Mitleid mit diesen "asozialen" Vielhundebesitzern. Aber damit kommen wir schon irgendwie klar. 

Am Ende der tollen Runde um eine Baggerkuhle sind tatsächlich dann noch 17 von 19 Hunden baden gegangen. Der erste im Wasser war ein grauer Border mit Namen Thijs. Er hat einfach Spass daran. So wie die anderen auch. Nur 2 konnten sich für eine Erfrischung nicht so richtig erwärmen. Vielleicht weil die Frisur dann oft lockig wird oder das Wasser war nicht "Keimfrei" oder die Badehose nicht eingepackt. Aber die 2 haben von draussen kontrolliert und hätten im Notfall Hilfe geholt. (Oder sie hätten jemanden geschickt der Hilfe holt.)

Es ist richtig schön als Hundebesitzer sich so etwas anzuschauen, wenn die lieben kleinen so viel Spass haben.

Wieder am Auto gab es einen hervorragend organisierten Snack (Vielen Dank noch mal an die verantwortlichen Damen), die Hunde (bis auf 2) haben sich aufs trocknen konzentriert und harrten der Dinge die da kommen. Andere Hunde oder so.

Dann jedoch kam ein Moment mit dem niemand gerechnet hat. Angela ließ Ihren "Seelenhund" Rinti mit seinen mittlerweile 16 Jahren zum Pipi machen raus, tat er auch reichlich und dann fiel er einfach um. Wir waren alle echt geschockt. Er atmete noch, hatte aber wohl einen heftigen Schlaganfall. Er konnte sich nicht mehr rühren. Es war eine Tierärztin mit in der Gruppe, die Rinti dann am Abend des 20.08.2010 über die Regenbogenbrücke geführt hat. Da ich so viele Geschichten über Rinti gehört hatte, er war der erste Wassersuchhund in Deutschland zusammen mit seinem Kumpel Beago (die beiden haben sich am 20.08.2010 nun im Hundehimmel wieder getroffen und toben bestimmt zusammen rum oder erzählen sich Dinge wie Waldorf und Statler aus der Muppet Show über die Pappnasen, die noch auf der Bühne des Lebens rumlaufen), hat mich das echt richtig getroffen. Ich habe Rinti, da war er noch 12 und Knackig, mal anhetzen dürfen. Da haben wir uns kennengelernt.
Mir graut sowas von vor diesem Moment, wenn es meine Lieblinge mal treffen wird.
Aber Rinti, lass es Dir gut gehen. 

Von Jan verfasst

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