Dienstag, 26. Oktober 2010

Obedience Klasse 1 Prüfung mit Thijs 23/24.10.10

Ich schon wieder. Und schon wieder auf eine Prüfung. Und auch noch im Oktober. Es ist kalt, es ist dunkel, wenn man morgens losfährt, es ist dunkel,  wenn man abends wieder nach Hause kommt. Und in dieser Grundsätzlichen Stimmungslage eine Prüfung zu laufen ist eigentlich kein so richtig guter Einfall.
Die Woche ist schon mit früh aufstehen reichlich überlastet. Wochenende ist eigentlich (schon wieder dieses Wort) ausschlafen angesagt. Unsere Kinder und unsere Hunde sind soweit, dass sie das auch verstanden haben. Aber was nimmt man für sein Hobby nicht alles auf sich. Ächz.
Da hilft nur noch die Erinnerung an ein wirklich gelungenes und schönes Prüfungswochenende aus dem letzten Jahr in Rotenburg und schon ist die Welt schon wieder ein Stück rosiger. Außerdem sagt der Wetterbericht für Samstag Sonnenschein. Und so früh ist es auch noch gar nicht. Zum Gassi - gehen waren sogar frische Batterien in der Taschenlampe. Ja, so dunkel war es noch.
Aber trotzdem auf nach Rotenburg. Ramona mit eingepackt und los.
Und tatsächlich hat am Samstag den ganzen Tag die Sonne gelacht.

Und vor allen Dingen sind wir wieder so nett aufgenommen worden dort. Herzliche Begrüßungen und wirklich liebe nette Leute dort. Es macht echt Spaß dort nach Rotenburg zu fahren. Auch die Kantine (mein Thema) ist wirklich gut organisiert und es wird auch dort immer frisch und vor allem lecker gekocht.
Andreas Rieschick war, wie im letzten Jahr auch, der hervorragende Leistungsrichter. Das muss mal erwähnt werden. Selbst wenn etwas schief gelaufen ist, hat er immer noch nette Worte und aufbauende Tipps und man geht zufrieden aus der Beurteilung.

Die Gruppenarbeit in Klasse 1 war denn auch bald dran. Mit den Gedanken „das hat er noch nie getan und so haben wir das auch noch nie geübt“ ging ich mit 2 Nullern nach der Gruppenarbeit aber wieder vom Platz. Thijs hat in beiden Übungen ein sauberes Steh gezeigt. 1 Minute und 3 Minuten Stehen. Nicht schlecht, eigentlich, aber nicht das was Andreas sehen wollte. UND ICH AUCH NICHT! Da habe ich mich innerlich schon von meiner Prüfung so was von verabschiedet.

Aber es kommt oft doch etwas anders. Die Einzelübungen. Die Leinenführigkeit war noch mit 8 Punkten so lala aber dann ging es schon los mit schönen Dingen. Genau so wie ich es mir gewünscht habe. Klasse Geschwindigkeit und kontrollierbar dabei. Echt schöne Freifolge und Box und so. Ja, so kenne ich Thijs aus dem Training. Ich war so glücklich und zufrieden nach diesen Einzelübungen. Es hat richtig viel Spaß gemacht. Ich hatte während der Prüfung schon ein Lächeln im Gesicht. Für mich ganz unbekannte Sachen. Einfach nur schön. Aber durch die beiden Nuller kein V. Ganz knapp vorbei.
Tja, das wär’s dann für dieses Jahr mit dem Training auf die 2 gewesen. Und Tschüß du schöne 2.
Nun gab es aber einen glücklichen Einfall von Ramona und einen Zufall in den Starterlisten. Ich konnte tatsächlich für den Sonntag einen Platz bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle an Meike und Uschi. 

Also am Sonntag noch mal früh hoch, diesmal hat es allerdings gestürmt und aus Eimern geregnet. Morgens beim Rausgehen mit den Hunden habe ich noch überlegt: „schnell zurück, Dein Bett ist noch warm“ bin aber doch losgefahren.
Sitzheizung auf Vollgas und ab.
Und Regen und Regen und Regen…..
Den ganzen Tag. Als abends die Prüfung zu Ende war, da kam tatsächlich mal kurz blauer Himmel auf. Da war der Tag aber schon gelaufen.

Und ich mit meinem 2. Versuch. Gruppenarbeit war wieder grottig. Was hat er nur. Die Woche vorher in Grönau sagte noch Bianca zu mir: Dein Hund ist aber unruhig! Okay, daran müssen wir definitiv den Winter über arbeiten. Und wie.
6 und 0 Punkte. Dann kamen wieder die Einzelübungen wie schon am Tag vorher war die Leinenführigkeit teilweise echt unaufmerksam. Ab der Freifolge war es dann fast wie am Vortag. Richtig schön und trotz Regen für mich mein Sonnenschein. Ich hab auch im Regen gelächelt bei diesem Hundi.

Erklärung dazu:
Den Schalk im Nacken und die rote Nase sieht man zwar nur, wenn man wirklich ganz genau hinguckt und auch nur im Dämmerlicht bei Vollmond, aber ich sehe es fast immer. Wenn jedoch Chili meinen Jogurtbecher auslecken darf und nicht Thijs, dann kann man sehen, wie die rote Nase nur noch ganz schwach leuchtet. Die Ohren hängen und der Schalk hat Mühe sich im Nacken festzuhalten. Dann trottet Thijs auch schon mal ohne Lächeln davon. Nach ca. 10 bis 15 Sekunden ist die Phase aber schon wieder vorbei.  

Und am Ende war es bei echt beschiss….. Wetter eine volle Punktlandung mit 256 Punkten. Jipi ab in die 2. Andreas hat uns die schöne Arbeit ausdrücklich bestätigt. Man, ging es mir da gut. Solche Momente müsste man dauerhaft festhalten können.
Dafür lohnt sich das Hobby.
Und Thijs war es egal, ob Regen oder Sonnenschein. Er macht einfach. So hatte ich mir das immer gewünscht.

Kaffee und Kuchen konnte ich tatsächlich auch noch genießen, auch ein dickes aber richtig dickes Lob für diesen Tiramisu-ähnlichen Kuchen. Aber nicht nur der, ganz großes Kino der Kuchen. Und mit 256 Punkten schmeckt der auch gleich noch mal so gut. Noch den einen oder anderen Kaffee bei der Kälte und der Tag war echt in Ordnung.

An dieser Stelle sei noch mal der Richter erwähnt. Den ganzen Tag im Regen und in der Kälte. Schreiben auf nassem Papier bei Wind. Jeder bekommt seine vollständige Beurteilung und für jeden nimmt er sich die gleiche volle Konzentration. Echt Hut ab dafür. Und zur Siegerehrung immer noch gute Laune. Wow. Ebenso die vielen Helfer und natürlich die Stewards, die sich so ein Ding antun. Uschi und Suzann. Auch den ganzen Tag bei dem Wetter auf dem Platz. Also schön ist irgendwie anders. Und ich denke mal Spaß macht so etwas dann auch nicht wirklich in dem Moment.

Nächstes Jahr bitte komplett im trockenen und bitte etwas wärmer. Das wäre schon gut.


Viele Grüße
Jan 

Agility Seminar in Groß Grönau mit Jos Thines am 16 + 17 Okt. 2010

Seminar Wochenende, Kinder alleine zu Hause lassen, ein sozusagen fast freies Wochenende. Oma kurz überredet auf unsere beiden „kleinen“ aufzupassen. Ivi haben wir als Überraschung natürlich auch noch zu Hause gelassen, aber unsere Tochter kümmert sich ja „rührend“ um sie. Auch der Hund von Oma durfte bei uns das Wochenende im grünen verbringen. Ob er damit glücklich war weiß ich nicht……. ist mir aber auch egal.

Zumindest hatten Ramona und ich einen, mal abgesehen vom Wettereinfluss, sturmfreien Wohnwagen das ganze Wochenende. Na ja, so in der Art.

Am Freitagnachmittag los, im hellen noch in Lübeck angekommen, im trockenen noch den Wohnwagen aufgestellt. Dann fängt es an zu regnen, ich will mich gerade gemütlich hinsetzen, da kommt die Feststellung „es ist kalt, können wir nicht die Gasheizung anmachen?“ zu mir rübergesäuselt. Ich also heroisch den Heizungsregler aufgedreht und was kommt? Nix. Nur der Zündfunke kam. Kein Gas. Shit. Raus in den Regen, wir haben ja zum Glück !!! eine 2. Gasflasche. Mit einem siegreichen Lächeln wieder rein, den Heizungsregler aufgedreht und … wieder nix. Nur der Zündfunke. Ich weiß nicht wie oft ich dann noch raus und wieder rein bin, die Gasflaschen aus dem Gaskasten raus und wieder rein, schütteln etc. Verzweifelung und eine mögliche kalte Nacht hatte ich Ramona schon mal in Aussicht gestellt. Dann kam nach dem x-ten Versuch (ich war hartnäckig und mit leicht geschwollenem Kamm) tatsächlich doch noch Gas durch die Leitung, warum auch immer. Ich weiß es nicht so genau. Und warm. Wochenende gerettet.

Samstag früh aufstehen, Ramona moralisch unterstützen und so. Logischerweise die Kantine checken. War mal wieder echt okay. Grönau ist da schon so was von auf Zack. Ein Klasse Verein straff und sehr gut organisiert. Respekt. Da steckt viel Arbeit und Herzblut drin. Ramona war dann mit Thijs beim Seminar und ich habe mir ganz einfach mal mit Obedience (was ein Wunder) die Zeit vertrieben. Volle Einheit für Chili, ich hatte den großen Platz dort ganz für mich alleine. Nebenan war dann, als ich mit Chili fertig war (falsch, er war fertig, grins), die Welpenstunde. Aufgeteilt in gaaaaanz klein, mittel klein und schon fast groß klein. Also alles noch richtig Welpen. Ich steh mit Chili so bei den gaaaanz kleinen Welpen. Und ganz ehrlich da waren welche dabei, die waren nicht größer als so ein Autoputzschwamm mit 4 Beinen. Die „Betreuerin“ fragte mich dann ob Chili mit Welpen gut könnte und bat mich einfach mal herein, mit Hund. Wie lustig. Chili kam aus dem Wedeln gar nicht mehr raus. So niedlich. Er war soo vorsichtig und freundlich. Sah aus wie ein Großwelpe. Da geht einem echt das Herz auf. Ein erwachsener Rüde, der sich gut mit den kleinen Rackern versteht. Und es waren auch kleine Terrier dabei.

Zum Mali-bespaßen habe ich dann auch Dorie über den Platz laufen lassen. Und natürlich ein bisschen, auch ruhig ernsthaft, Obedience trainiert. Dorie war glücklich.

Und Blade sollte nicht zu kurz kommen. Hat seine erste richtige Obedience Einheit genossen. Bisher hat er sich ja nur!!! In Agility probiert. Da habe ich mir gedacht, der kleine könnte ruhig mal was Vernünftiges und Richtiges lernen. So Anforderungen eben. Mal korrekt irgendwo hinterher oder nebenher laufen. Nicht nur über Holz springen, sondern auch mal bringen. (Der Lyrikgeist schlug mich gerade, aua). Da Ramona nicht so auf die Gruppenübungen im Obedience steht, sehe ich den kleinen schon an meiner Backe kleben, also können wir uns auch gleich anfreunden. (oder so ähnlich) Ne Beginner sollte schon drin sein. Grübel….

Abends lecker gemeinsam Essen in Lübeck mit einigen Teilnehmern der Bunte-Stange-Fraktion.
Zum Glück muss man in einer Demokratie ja nicht über Hundesport reden.
Haben wir aber doch getan! Na wen wundert’s. Auf der Rückfahrt zum Hundeplatz und unserem Domizil auf 2 Rädern noch ein schönes Foto aus Lübeck’s Innenstadt abgreifen, mit 61 km/h auf dem Tacho. Shit. Vielen Dank auch dafür. Für die 15 Mäuse hätte ich mir lieber noch 4 Alkoholfreie Weizen bestellen sollen.

Nächster Tag (Sonntag) wieder ! früh hoch. Nix ausschlafen oder so. Ramona war schon wieder voller Tatendrang. Und ich habe mich auf meine Verabredungen für Sonntag gefreut. Damenbesuch aus Lübeck und aus Eckernförde. Moin Bianca und Sandra.
Obedience und als erstes Rudeltraining. Jep, heißt wirklich so. Coole Sache. Wo man dann feststellt, wer wirklich der Chef ist und so weiter. Ne Packung Tempo für die vielen Tränen der Verzweifelung, wenn man denn erkennt das man diese Rolle noch nicht so richtig inne hat, sondern das Fellbesetzte Ding auf 4 Beinen da vorne. Also erst mal lernen und zuhören, was die sagen, die sich damit auskennen. Wie gut, das ich vorher die gelben Seiten zu Rate gezogen habe. Aber wie bei so vielen Dingen muss man auch für diese Alltagsdinge üben, üben, üben….

Ramona war derweil (wie sollte es auch anders sein) immer noch beim Agi-Seminar. Davon kann ich aber wenig berichten, außer das mir die einzelnen Läufe der Teams dort schon gut gefallen haben. Ist aber nix für mich. Diese ewige Rennerei, wer ist schneller – Flauschi oder ich. Ne, nix für mich. Ich probier lieber andere lustige Dinge mit Hund so wie steppen für Anfänger, oder Hilfestellung in der Truppe der verlorenen Seelen, viele Grüße an dieser Stelle an Maike, halte durch, den Job musst Du höchstens noch 20 Jahre machen.     

Also dann ab zum Obedience mit dem derzeit besten deutschen Obedience-Team. Immer wieder geil da zu zugucken. Und Tipps abgreifen. Hab ich versucht und auch mit Erfolg gekrönt. Jetzt müsste ich das nur noch ultimativ umsetzen (Shit, da war ja genau das Problem, mist) …. Den Rest des Satzes spar ich mir, also lieber wie immer, wir arbeiten daran.

Dann geht jedoch auch mal der schönste Tag zu Ende, noch gut Essen und dann 3 Stunden mit Wohnwagen nach Hause und den Sonntag bis fast zur letzten Stunde ausgekostet. Ramona war richtig glücklich und zufrieden mit Ihrem Training. Ich war auch wirklich zufrieden. Also fehlt nur noch Freude und Eierkuchen und dann wären wir alle komplett. So viel Glück auf einen Haufen verträgt ja keiner.


Viele Grüße
Jan 

Sonntag, 24. Oktober 2010

Zarenhof

Die Vorgänge im Namen des Tierschutz auf dem "Zarenhof" sind unfassbar. Täglich werden neue Gräueltaten bekannt, und weder Amtsveterinär noch Polizei sehen/sahen Handlungsbedarf.
Bitte unterstützen Sie die Petition von Sonja Zietlow mit einem Aufruf zum Unterzeichnen der Onlinepetition auf Ihrer Homepage

Online-Petition:
http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/rechtsstaatliche-grundrechte-durchsetzen

Informationen zum Zarenhof:
http://www.der-zarenhof.info

Montag, 4. Oktober 2010

Agility Turnier mit Thijs am 03.10.10



Agi Turnier in Ahaus. Das erste Agi-Turnier für Thijs. Meinem kleinen Thijs. Der, der so viel lächelt. Mit dem dicken roten Gnubbel auf der Nase. Und dem Herz am richtigen Fleck. Sieht man ja auch schon auf dem Fell von außen. Unser Klassenclown.

Ey, 4 Uhr aufstehen. In der Nacht. Ich habe von Hagen bis Ahaus nur gegähnt im Auto. 4.50 Uhr sind wir los. Man will ja auch pünktlich sein. Zum Glück war Ramona so gar nicht nervös und aufgeregt. Als um 4 der Wecker geklingelt hat, mach ich das Licht an und den Wecker aus und das Bett von Ramona ist leer. Ich schlurf so mit allerletzter Motivation (ich muss es noch mal sagen, es war 4 Uhr) ins Bad, da kommt Ramona mir schon komplett fertig entgegen. "Ach ich konnt gar nicht mehr schlafen". Na so ein Ding aber auch.
4 Uhr 30, noch schnell ein Bohnenhaltiges Heissgetränk stürzen, einen Toast runterwürgen, morgens sind die immer viel trockener als sonst. Da sollte man mal was verbessern. Die Hunde im dunkeln rauslassen und auch noch Gassi gehen mit Taschenlampe. Um die Uhrzeit sind bei uns noch die Laternen aus. Aus gutem Grund. Da sollte der Normalbürger auch noch schlafen und nicht schon auf der Straße rumturnen.

Aber nun gut. 4.50 Uhr rollt der Wagen. 7.15 in Ahaus angekommen. Erster Start um 9.00 Uhr angesetzt. Da habe ich ja aus Obedience Erfahrungen gedacht: 7.15 Uhr, auch mal schön die ersten zu sein. Aber Pusteblume. Die haben, wahrscheinlich aus Strommangel heraus, die Einfahrt zum Platz mit Fackeln markiert. Sah schön aus. Und der Parkplatz schon reichlich mit Autos gefüllt. Aber noch nicht so, dass man Panik bekommt wegen Zeltplatz und so. Beim Agi ist das „Tagescamping“ ja gang und gebe. Jeder halbwegs Agi-Sportler hat ein Pop-Up oder Duschzelt. Die Dinger pflastern Deinen ganzen Agi-Weg. Ich glaube wer kein Zelt hat, darf auch gar nicht starten oder wird von allen anderen geschnitten oder so. Zelt ist „state of the Art“ wie die Franzosen das immer so sagen. 7.15 Uhr, nur noch mal zur Erinnerung. Noch 1,75 Stunden bis zum ersten Start. Wir an die Arena rangetreten und wollten einen schönen Platz ergattern. Und was ist: Ähnliche Szenen wie im Urlaub auf Malle oder sonst wo (ich kenne das nur aus dem Fernsehen). Zwar keine Handtücher aber alles andere benutzt um Plätze zu reservieren. Schuhe, Hundeboxen, Bänder, Tüten, Zelthüllen und wahrscheinlich auch Hundehalsbänder. Alles reserviert. Man sollte also min. auch wie im Urlaub möglichst morgens um 5 oder 6 schon da sein um sein Revier zu markieren. Geht’s noch? Wir haben uns also Todesmutig einfach zwischen 2 Reservierungsdinsge gequetscht. „Da muss aber noch ein Zelt dazwischen“ quäkt es denn auch gleich. Ich hab nur gedacht: Komm raus wie ein Mann und wir beide klären das auf dem Platz in der Mitte. Derweil hat Ramona das Zelt einfach schon mal aufgebaut und alles war wieder gut und ruhig. Aber wie soll das weitergehen mit der Reserviererei. Die armen Schweine, die nur 1 Stunde vor dem ersten Start da sind, die sind in die 2. Reihe der Zelte verbannt und müssen sich den ganzen Tag Mitleidsvolle Blicke (aber doch voller Häme) antun lassen. Man kriegt dann so gar nichts mit. In der 2. Reihe bist Du einfach nicht wirklich mit dabei. Du warst zwar da, aber doch irgendwie auch nicht. Nächstes mal fahren wir um 4 Uhr los. Und dann haben wir den besten aller Plätze. Wer noch Reservierungswünsche abgeben möchte? Aber bitte nur per PN.

Wir aber saßen wie bei ARD und ZDF in der ersten Reihe. Ich habe tatsächlich den ganzen Tag Agi verfolgt. Und bin so froh über mein Obedience. Also mit Thijs mag es ja noch Spass machen, aber mit Dorie ist das einfach nicht mein Ding. Ich hab es ausprobiert mal wieder. An so einem Übungsparcours für Beginner. Grauselig. Na ja für mich ist die Rennerei auch nix mehr, alte Kriegsverletzungen. Ähem.

Dorie hat ja das Agi laufen tatsächlich mal gelernt von Ramona, die sich das überraschenderweise angetan hat. Aber Dorie ist echt nicht ganz zurechnungsfähig bei dem Sport. Übrigens nicht der einzige Mali mit dem Problem, wie ich eindrucksvoll sehen konnte. Spektakulär ja, 7 m Sprünge eingeschlossen, aber kontrollierbar ist anders.

Und dann kam Thijs, Jumping na ja, schwieriger Kurs und Ramona aufgeregt bis zum letzten, da war dann ein klitzekleines Dis drin. Schneller als man piep sagt.
Der Prüfungslauf allerdings (habe mir erklären lassen, das nur der wichtig ist in Klasse 1 und 2), sogar richtig mit Absitzen auf den Kontaktzonen und einem Extra Dreher vor dem Reifen, der war es dann. Mit dem vielen Zeit verschwenden im Lauf allerdings hat es doch tatsächlich zur schnellsten Zeit mit 0 Fehlern und Platz 1 gereicht. Mit fast 5 Sekunden Vorsprung. Als ich die Zeit gehört habe konnte ich das gar nicht glauben. Ist echt flott der kleine graue Blitz. So schnell wie er in die Box flitzt im Obedience. Und er hat in allen 3 Läufen (Jumping, A-Lauf und Spiel) keine einzige Stange  gerissen. Das war die größte Befürchtung von Ramona. Aber Thijs wusste wahrscheinlich worauf es ankommt. Oder so. Ich glaub da mal dran. Und vor allen Dingen (und da wären wir schon wieder beim Obedience) hoffe ich ja auch auf mein nächstes Turnier mit Ihm und seinem Wissen um die wichtigen Dinge dabei.

Tja, ersten Platz in A1 abgeräumt beim ersten Start. So könnte es ruhig weitergehen.  

Und auch die Platzanlage ist aller Ehren wert. Ein Reit- bzw. Fahrplatz. Also absolut ausreichend groß, mehr als das, und wirklich geeignet für ein Agi-Turnier. Schöne Anlage dort. Die Versorgung mit Getränken und Nahrung habe ich selbstverständlich geprüft und für gut befunden. Lecker Kaffee war da. Und ein Hammer Kuchen nachher. Also, das habe ich leider vergessen. Dieser Kuchen mit den Mandeln oben drauf, da wollte ich noch mal ein extra lob aussprechen. Der war ja klasse. So schön klitschig. So sag ich das mal. Der rutscht gut, nicht so trocken eben. Und lecker. Boah. Den in der Nachmittagssonne geniessen bei einer Tasse Kaffee, den Läufen zugucken, den Richter, der einen Klasse Job gemacht hat, anspruchsvoll aber schön anzuschauen, ein wenig bemitleiden wegen der Sonne. Peter Vox hat wirklich den ganzen Tag ohne Hut in der Sonne geschmort. Er war wahrscheinlich richtig fertig abends. Die Läufe (ich habe da ja keine Ahnung von) waren schön rund fand ich. Nicht wirklich so eckig und abgehakt, sondern es hat mich so fasziniert, dass ich tatsächlich den ganzen Tag zugeschaut habe. So nix gekrampftes eben oder unrundes. Anders kann ich das nicht beschreiben. Also eben so, dass Ramona bestimmt gerne noch mal dort aufschlagen würde. Hat eben auch alles soweit geklappt. Und passte für Thijs. 

Dann fertig mit dem Turnier. Pop Up Zelte könnten bei diesen ganzen Pop Up Profis auch ruhig Pop down Zelte heißen. Ich konnte gerade mal die Anleitung raussuchen, da waren die ganzen Dinger schon wieder weg. Der Platz leer. Faszinierend. Eben Papiere abholen und fertig. Gerade noch kurz von dem einen oder anderen Bekannten verabschieden und dann los.
Wieder mal lecker im Schnellrestaurant (falsch, diesmal sogar im Auto) gegessen. Der Weg nach Hause ist ja weit. 2,5 Stunden später waren wir wieder zu Hause. Fast mit einem Sonnenbrand von diesem geilen Wetter. Und kaputt wie nur was. Wie verrückt, 5 Stunden Autofahrt für 3-mal 35 Sekunden laufen. Im Obedience sind es ja wenigstens noch 20 Minuten mit Gruppenübungen. Aber was tut man nicht alles für sein Hobby.

Und so wird Thijs eben 2-spurig geführt. Ich hoffe mal, das verträgt sich.

Viele Grüße
Jan  

Obedience 2 Prüfung mit Chili am 25.09.10

Mein nächster Versuch mit Chili eine Prüfung in der Klasse 2 zu absolvieren.

Also…wie fang ich es an. Es war mal wieder saufrüh für ein freudiges Aufstehen am Wochenende. Wenigstens mein Teampartner war schon wach und fit. Übrigens eine gute Grundvoraussetzung. Unsere Ivi zeigt morgens zu solch früher Stunde gerne mal die Mittelkralle und nicht nur an einer Pfote. Chili (und 3 andere Hunde aus unserem Haushalt) sieht das doch zum Glück anders.

Und ich sag ja, wenigstens er war fit. Also losgegurkt mit einer Leihschlurre, da mein Auto beim Arzt war. Es hatte aua. Und dieses Auto mit dem ich dann unterwegs war zieht noch nicht mal nen toten Hering vom Teller. Da hab ich schon am Freitag gedacht : Das fängt ja echt klasse an. Daher konnte ich auch nur einen Gast mitnehmen, den Hauptakteur. In Todtglüsingen bin ich dann auch tatsächlich angekommen. Was ein Glück. Fast einen Zentner Blumen und Pilze habe ich schon gepflückt während der Fahrt. Man hat ja sonst nix vor auf so einem Trip.
Dort erst mal die Grundversorgung gecheckt (Kaffee und belegte Brötchen) und ne Tasse Lebensgeister mit Milch bestellt.

Als Richter bzw. Richterin hatten wir eine Leistungsrichteranwärterin unter den Augen von John van Hemert, Barbara Seckerdieck. (ich hoffe mal, ich habe es richtig geschrieben, falls nicht möge man mir verzeihen, so habe ich es zumindest verstanden). Sie hat ihren Job ganz hervorragend absolviert, wie ich finde. Ab 2011 ist sie dann sicher noch öfter hier tätig.

Nette Obedience-Bekannte haben wir getroffen und ein bisschen Klönschnack gehalten so über dies und das, mit Sandra und Tarzan auch mal richtig deftig gescherzt. So wie man so einen Tag eben rumbringt. Vormittags habe ich mich, nach der Gruppenarbeit mit 10 und 10 Punkten (er saß und lag wie ein Stein), doch tatsächlich mit Sandra solidarisch gezeigt und von einem sehr netten Mitstreiter einen Rescue-Bonbon gelutscht. Sandra brauchte geschätze 10 um sich zu beruhigen, mich hat der eine umgeworfen. Wie gesagt aus Solidarität habe ich auch einen genommen. Einen!!  Mittags habe ich mich ins Auto gesetzt und wäre fast tief weggeknackt. Boah. Die Dinger nehme ich nicht mehr.

Nach dem Mittag waren Chili und ich dann dran, als erster in Klasse 2. Die Fussarbeit habe ich versaut, Chili hatte links rum Bedenken vor Schuhgröße 47 und „knapp“ über 100 Kilo Lebendgewicht. Wenn der Schuhträger auch so bescheuert ist, nix vorher mal anzudeuten, wo es denn längs geht, kein Wunder. Chili hatte berechtigte Zweifel an der verletzungsfreien Zusammenarbeit. So ist er links rum immer wieder zurückgeblieben im Hinblick auf seine eigenen Pfoten sicher besser. Hat aber eben nur 6,5 Punkte gebracht mit dem Hinweis eine schöne Arbeit, an sich, AAAAAABER, die Linkswinkel ohne Anschluss und so. Also Abzüge. Na gut ich versuche mich das nächste mal so zu verhalten wie im Training. Abrufen war ein Stop von so was von auf dem Punkt. So soll es sein. Viereck war ein Schritt nachlaufen zum Platz und ein wenig schief liegen aber sonst klasse. Apport etwas zu verhalten wie ich fand. Aber er macht alles. Kein Nachfragen, sondern machen. Nur bei der Suche wo es sonst genauso ist, machen nicht nachprüfen, da prüft er doch diesmal. Legt das sofort richtig erkannte noch mal eben weg und prüft um dann das richtige zu bringen. Aber Hauptsache das richtige. Die Distanz war dann für mich das Highlight. Die volle 10, und wie. Sogar die Frisur von Chili saß. Und somit waren es 267,5 Punkte und ein V. Bei 2 bescheidenen Ergebnissen mittendrin ein klasse Ergebnis für uns. Somit ist der Weg zumindest mal frei den nächsten Level anzusteuern. Also Level 3, wir bereiten uns darauf vor. Ersten Platz haben wir auch noch gemacht, ist aber nicht wirklich entscheidend.

Was für mich viiiiiieeeeel mehr wert ist und an dem Tag war, ist das Verhalten von Chili.
So ruhig und entspannt mit den vielen anderen Hunden. Ein Ding, was durch seine schlechten Erfahrungen in einer andren Sportart nicht mehr selbstverständlich war. Obedience hilft ihm sich (auf die wesentlichen Dinge) zu konzentrieren und ruhiger zu werden. So hoffe ich das zumindest. Das hat mich richtig stolz auf unsere Arbeit gemacht. Klasse. Ich kann mich dann auch mehr entspannen und auf die Prüfung konzentrieren.

Und denn ab nach Hause mit dem Ferrari für Fußgänger. Vorher noch lecker und vornehm gespeist in einem edlen Burger - Etablissement. Burger für Könige oder so ähnlich, nur eben auf englisch. Aber doch etwas verwerflich diese Sache. Man reichte mir nur die Speisen, aber kein Besteck. So musste ich denn mit den Fingern dinieren.
Aber was solls, Chili ißt sogar ganz ohne die Pfoten zu benutzen. Ist ja aber auch logisch, versucht mal einen Burger ohne Daumen vernünftig zu essen. Keine Daumen = ohne Pfoten essen. Und Fahrrad fahren ist auch nicht. 

Viele Grüße
Jan